Um das Angebot an ausgewogenen Menüs positiv zu beeinflussen, regeln beispielsweise die Richtlinien der Stadt Zürich, was wie und in welcher Zusammensetzung auf dem Teller der Kinder landen soll. Das ist gut und wichtig. Doch essen Kinder auch, was angeboten wird? Und können Kinder dazu angeregt werden, bei mehreren zur Auswahl stehenden Mahlzeiten einen gesunden Menü-Entscheid zu treffen? Dies vorweg: Das können sie. Und es braucht dafür weit mehr als «nur» schmackhafte Menüs.
Grundsätzlich gibt es diverse Möglichkeiten, auf die Ernährungsweise und das Ernährungsverhalten von Schulkindern Einfluss zu nehmen: Das Umgestalten des Raums, in welchem gegessen wird, ist oft die einfachste Variante. In Bezug auf die Umsetzung von konkreten Massnahmen zur Veränderung der Umgebungsverhältnisse lohnt sich der Blick in die Welt des Nudgings. Der Begriff entstammt dem englischen Verb «to nudge», was so viel bedeutet wie «anstossen» oder «stupsen». Die Grundidee von Nudging besteht darin, dass Personen durch bestimmte Veränderungen des Angebotes zu vorteilhaften oder wünschenswerten Verhaltensweisen und Entscheidungen motiviert werden, ausdrücklich ohne Zwang oder Druck von aussen auszuüben.
Welche Ideen in der Praxis ganz einfach umgesetzt werden können, zeigen wir Ihnen an folgenden drei Beispielen aus unserer Checkliste:
Probieren Sie es aus, wir freuen uns auf Ihr Feedback.
Der Artikel basiert auf dem Leitartikel von unserem Magazin «Aufgetischt», der Prof. Dr. Christine Brombach verfasst hat. Brombach arbeitet als Dozentin an der Forschungsgruppe Sensorik im Institut für Lebensmittel und Getränkeinnovation an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) in Wädenswil.